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Reformer Pilates: Smarter Fitmacher auf der „Schiebe-Liege“
Was dich auf dem Reformer erwartet, warum das gelenkschonende Widerstandstraining so effektiv ist, welche Muskelgruppen besonders profitieren – und für wen sich dieser Studio‑Trend wirklich lohnt!
Was ist Reformer Pilates?
Reformer Pilates ist Pilates in seiner „Hightech‑Variante“: Statt nur auf der Matte zu trainieren, liegst, kniest oder stehst du auf einem speziellen Gerät, das wie ein flaches Bett mit einer beweglichen Liegefläche, Federn, Fußstange und Gurten aufgebaut ist. Die Plattform – der sogenannte Carriage – gleitet auf Schienen hin und her, während die Federn den Widerstand liefern, den du je nach Übung feiner dosieren kannst als bei vielen klassischen Kraftmaschinen.
Im Kern bleiben die Pilates‑Prinzipien gleich: Es geht um eine starke Körpermitte, kontrollierte Atmung, saubere Ausrichtung und präzise, bewusste Bewegungen. Der Reformer macht diese Prinzipien jedoch „sichtbarer“, weil du jede Unsauberkeit sofort spürst: Wackelt der Schlitten, fehlt Spannung im Core; rutscht die Ausrichtung weg, merkst du es direkt in Schultern, Becken oder Wirbelsäule. So schult das Gerät dein Körpergefühl viel intensiver als es auf einer einfachen Matte möglich wäre.
Wie läuft eine typische Stunde ab?
Eine Reformer‑Stunde dauert meist 50 bis 60 Minuten und folgt einem klaren Aufbau, auch wenn Stil und Tempo je nach Studio variieren. Zu Beginn wirst du auf dem Gerät eingerichtet: Der Trainer stellt die Federspannung ein, erklärt dir Fußstange, Gurte und Schulterblöcke und sorgt dafür, dass deine Wirbelsäule neutral ausgerichtet ist und die Atmung „mitarbeitet“.
Die ersten Minuten dienen oft der Aktivierung: leichte Bewegungen in Rückenlage, sanfte Mobilisation der Wirbelsäule, erste Kontakte mit dem Schlitten. Danach steigert sich der Schwierigkeitsgrad: Du drückst den Schlitten mit den Beinen weg, ziehst mit den Armen an den Seilen, kombinierst Bein‑ und Armbewegungen und wechselst in verschiedene Positionen wie Seitlage, Sitz, Kniestand oder Stand auf dem Reformer. In vielen Klassen werden fließende Sequenzen aufgebaut, bei denen du fast ohne Pause von einer Übung in die nächste kommst, wodurch ein sehr fokussierter, aber meditativer Trainingsflow entsteht.
Am Ende folgt eine ruhigere Phase mit Mobilisation und Dehnung, um den Körper aus der intensiven Arbeit in einen entspannten, „sortierten“ Zustand zu bringen. Viele berichten, dass sie sich nach einer Reformer‑Stunde gleichzeitig angenehm ausgepowert, länger und aufrechter fühlen – als hätte jemand an der Körperhaltung „gezogen“ und sie neu justiert.
Warum ist Reformer Pilates so effektiv?
Die besondere Wirkung von Reformer Pilates ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Widerstand, Führung und Ganzkörperanspruch. Der Widerstand kommt nicht abrupt wie bei Sprüngen oder Stößen, sondern stetig über die Federn, was Gelenke schont, aber die Muskulatur dauerhaft fordert. Dadurch musst du die Bewegungen sehr kontrolliert ausführen, was die tiefe Rumpfmuskulatur – also Bauch, Rücken und Beckenboden – fast bei jeder Übung in die Pflicht nimmt.
Gleichzeitig arbeiten viele Muskelketten gleichzeitig, statt nur isolierte Einzelmuskeln anzusprechen. Während deine Beine z.B. den Schlitten bewegen, stabilisiert der Core die Wirbelsäule und die Schultern halten die Position – das ist funktionelles Training im besten Sinn. Durch die geführte Bewegung auf dem Schlitten nutzt du den vollen Bewegungsradius deiner Gelenke, ohne sie in unsichere Extrempositionen zu zwingen, was Flexibilität und Mobilität fördert.
Ein weiterer Effekt ist das verbesserte Körperbewusstsein: Weil du ständig mit Ausrichtung, Atmung und Spannung zu tun hast, lernst du, sehr genau wahrzunehmen, wie sich dein Körper im Raum bewegt. Das wirkt sich nicht nur im Training, sondern auch im Alltag aus – etwa beim Sitzen, Heben, Tragen oder Stehen.
Die Vorteile für Kraftsportler
Für Kraftsportler wirkt Reformer Pilates wie ein „Feintuning‑Tool“, das dort ansetzt, wo reines Hanteltraining häufig Lücken lässt. Schwere Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken oder Overhead‑Lifts verlangen nicht nur rohe Kraft, sondern auch eine stabile Mitte, mobilere Gelenke und präzise Kontrolle über die Bewegung – genau diese Grundlagen werden am Reformer systematisch trainiert.
Ein zentraler Vorteil liegt im Core‑Training: Während beim klassischen Krafttraining der Rumpf oft nur „mitläuft“, ist er beim Reformer dauernd gefordert, weil du die Bewegungen des Schlittens kontrollieren musst. Jede Instabilität wird sofort sichtbar und spürbar, was dich dazu zwingt, die tiefliegende Bauch‑ und Rückenmuskulatur aktiv zu nutzen. Das kann helfen, die Wirbelsäule bei schweren Lifts besser zu schützen und Kraft effizienter aus dem Zentrum in Arme und Beine zu übertragen.
Zudem bietet der Reformer eine hervorragende Möglichkeit, Mobilität und Stabilität in Hüfte, Sprunggelenk und Schultergürtel zu verbessern – Regionen, die bei Kraftsportlern häufig eingeschränkt sind. Kontrollierte, geführte Bewegungen mit moderatem Widerstand erlauben es, in größere Bewegungsradien hineinzuarbeiten, ohne unter schwerer Last zu stehen. Das reduziert das Risiko, aus starren, kompensierten Haltungen heraus zu heben oder zu drücken.
Ein dritter Aspekt ist die Arbeit an Dysbalancen: Der Reformer eignet sich hervorragend für einbeinige oder asymmetrische Übungen, bei denen jede Seite für sich stabilisieren und arbeiten muss. So werden Unterschiede zwischen links und rechts sichtbar und können gezielt angegangen werden, bevor sie sich als Überlastung, Schmerz oder Technikproblem im Gym bemerkbar machen. Viele Kraftsportler nutzen Reformer‑Einheiten daher bewusst in leichten Trainingswochen oder als festen Bestandteil ihres Prehab‑ und Mobility‑Programms.
Für wen eignet sich Reformer Pilates noch?
Abseits der Kraftsport‑Szene ist Reformer Pilates für eine breite Zielgruppe interessant. Einsteiger profitieren von der Führung und der Möglichkeit, Widerstände sehr leicht einzustellen, sodass sie Bewegungsabläufe und Haltung sicher erlernen können, ohne sich überfordert zu fühlen. Menschen, die viel sitzen oder unter Rückenschmerzen leiden, finden im Reformer ein Werkzeug, das sie gezielt aus ihren typischen Alltagsmustern herausführt und stabilisierende Muskulatur wieder aufbaut.
Für ältere Personen oder Menschen mit leichten körperlichen Einschränkungen kann der Reformer eine echte Alternative zu bodennahen Mattenübungen sein, da er das Training auf eine angenehmere Arbeitshöhe bringt und gleichzeitig Halt und Unterstützung bietet. Wichtig ist hier eine gute Betreuung durch qualifizierte Trainer und – bei bestehenden Beschwerden – die vorherige Rücksprache mit Ärztin oder Therapeut.
Reformer oder Matte – Konkurrenz oder Dream‑Team?
Reformer und Matten‑Pilates müssen sich nicht gegenseitig ersetzen, sondern ergänzen sich hervorragend. Auf der Matte lernst du oft sehr pur die Grundlagen: Atmung, Zentrierung, Basiskraft aus der Körpermitte und die Kontrolle des eigenen Körpergewichts. Der Reformer baut darauf auf, verstärkt bestimmte Reize durch Widerstand und Instabilität und macht es leichter, komplexere Bewegungsmuster zu üben, weil das Gerät dich führt.
Viele Studios setzen daher bewusst auf eine Kombination aus beiden Formaten. Wer neu einsteigt, beginnt manchmal mit Matten‑Stunden, um ein Gefühl für die Grundprinzipien zu bekommen, und wechselt dann in Reformer‑Klassen, um Intensität und Vielfalt zu steigern. Umgekehrt nutzen Fortgeschrittene die Matte, um Technik und Body Awareness immer wieder „zu kalibrieren“, während der Reformer für Kraft, Mobilität und Spaßfaktor sorgt.
Fazit: Präzises Training mit Langzeitwirkung
Reformer Pilates ist mehr als ein schicker Studiotrend, weil es eine seltene Mischung aus Präzision, Ganzkörpertraining und Gelenkschonung bietet. Wer seine Haltung verbessern, die Körpermitte stärken, Alltagsbeschwerden reduzieren oder seine Leistung im Krafttraining auf ein stabileres Fundament stellen möchte, findet im Reformer ein äußerst flexibles Werkzeug. Durch die Kombination aus geführten Bewegungen, fein dosierbarem Widerstand und hoher Konzentration eignet sich diese Trainingsform sowohl für komplette Einsteiger als auch für ambitionierte Athletinnen und Athleten, die an Details arbeiten wollen, die im normalen Gym leicht untergehen.